GERALDINE FASNACHT - SNOWBOARD

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INTERVIEW

Wie kamst du zum Snowboarden und was zieht dich an der Freeride-Szene an?

Ich habe mich schon sehr jung in die Berge verliebt. Ich war erst eineinhalb, als ich mit dem Skifahren anfing, und mit neun stieg ich aufs Snowboard um. Treibende Kraft war meine Mutter. Ich wollte meine Skier eigentlich gar nicht an den Nagel hängen, aber sie hatte keine Lust, Snowboarden allein zu lernen. Sie drängte mich also sozusagen aufs Brett, und ich habe es nie bereut. Freeride war für mich eine ganz natürliche Weiterentwicklung, denn Snowboarden erinnert so sehr an Surfen, und diese großen Turns und die Gischt haben mich immer fasziniert. Das Tolle am Snowboarden war für mich also das Carven im Powder, mit einer Gischt aus Schnee!

Welche Erinnerungen hast du an frührere NISSAN Xtreme Events?

Seit ich 15 war, träumte ich davon, am NISSAN Xtreme - Verbier teilzunehmen. Ich habe ihn jedes Jahr angeschaut. Er ist das schönste Event der Welt, auf das alle Freerider warten. Die Bergwand ist die herrlichste überhaupt für einen Freeride-Wettkampf. Meine schönste Erinnerung ist die an meinen ersten Sieg. Natürlich war ich auch bei den beiden anderen selig, aber dieses erste Mal war das, was alles verändert hat. Danach konnte ich meine Leidenschaft voll ausleben. 2002 habe ich sogar meinen Beruf aufgegeben, um Freeride-Profi zu werden.

Hast du außerhalb der Saison ein besonderes Trainingsprogramm, um in Form zu bleiben und dich vorzubereiten?

Ich halte mich jeden Tag fit, aber ohne besondere Trainingsroutine, die nicht mein Ding ist. Ich klettere in Felswänden oder im Gebirge oder mache eine lange Base-Jumping-Tour. Das ist das, was mich im Sommer wirklich fit hält: von allen möglichen schönen Felswänden herunterzuspringen.

Erzähle uns mehr über deine zweite Leidenschaft: Base-Jumping.

Im Winter will ich immer in den Bergen sein, um die Hänge zu erforschen, denn da habe ich mein Snowboard - ich hasse es, zu Fuß abzusteigen. Als ich Base-Jumping kennen lernte, fand ich es deshalb großartig: Es weckte in mir den Wunsch, Felswände zu ersteigen, weil ich hinterher einfach ins Tal springen konnte. Für mich ist das ideal.

Hilft dir deine Naturliebe, Herausforderungen zu bewältigen?

Die Natur hilft mir, jeden Tag zu wachsen, denn es gibt soviel zu lernen, z.B. die Elemente und die Tiere zu respektieren. Man erlebt zusammen unvergessliche Momente und macht außergewöhnliche Erfahrungen. Aber es gibt auch traurige Momente. Es sind die anderen, die mir die Kraft geben, positiv zu bleiben und meinen Weg weiter zu gehen. Die einfache Tatsache, auf dem Berg zu sein und diesen Rausch zu erleben, durch die Luft oder durch den Schnee, ist etwas, was ich brauche. Wenn ich es nicht bekomme, fehlt es mir wirklich. In gewisser Art ist das wie eine Droge. Berge sind so groß, dass es immer etwas zu unternehmen gibt: hat man ein Ziel erreicht, wartet an der nächsten Ecke schon ein anderes.

Welche Projekte hast du noch?

Vom 25. November bis zum 2. Februar fahren wir in die Antarktis, um dort den ersten Base Jump am Südpol zu unternehmen. Eine absolute Premiere! Wir werden einige aufregende Strecken in der Region Holtanna einweihen und dann mit Skiern und Snowboards auf den wunderbaren Hängen um unser Basis-Camp herum Lines carven.

Welches sind ihre Ziele für die nächste Saison?

Bei den Pinguinen in der Antarktis werde ich mich gut vorbereiteten, so dass ich für den NISSAN Xtreme Verbier in Super-Form sein und mich hoffentlich gut schlagen werde.

NISSAN UND ICH